Ernährung im Kindes- und Jugendalter

Nach dem 1. Geburtstag – also mit Beginn des 2. Lebensjahres – ist das Kind ein Kleinkind.

Unterteilung nach Altersstufen:

Allgemein erfolgt eine Unterteilung in folgenden Stufen:

2. – 3. Lebensjahr:      Kleinkind

4. – 6. Lebensjahr:      Vorschulkind

7. – 10. Lebensjahr:    Grundschulkind

11. – 14. Lebensjahr:  Schulkinder / Jugendliche

15. – 18. Lebensjahr: junge Erwachsene

Der BMI von Kindern und Jugendlichen:

Grundsätzlich wird das Wachstum der Kinder mittels der Zunahme der Körperlänge und des Körpergewichtes beurteilt. Auch bei Kindern kann schon der BMI ermittelt werden. Anhand der Perzentilen – diese sind bekannt aus den Untersuchungsheften der Kinder – kann man gut erkennen, wo sich sein Kind bezogen auf das Alter befindet. Für Jungen und Mädchen gibt es dabei unterschiedliche Kurven.

Die Perzentilen:

Wie liest sich nun so eine Kurve und woher weiß ich, ob mein Kind „normalgewichtig“ ist, oder nicht?

Die verschiedenen Kurven (Perzentilen) zwischen P3 und P99,5 geben an, wie viel Prozent der Kinder und Jugendlichen unterhalb der Linie liegen. Bei P50 also: 50 % der Kinder und Jugendlichen haben einen geringeren BMI – P50 ist somit der mittlere Normalbereich.

Liegt das Kind über P90 spricht man von Übergewicht und unter P10 von Untergewicht. Der Normbereich ist also zwischen P10 und P90.

Befindet sich das Kind über P97 spricht man bereits von Adipositas bei Kindern und Jugendlichen. Entsprechend unter P3 von stark untergewichtigen Kindern und Jugendlichen.

Der Energiebedarf von Kindern und Jugendlichen:

Wie sieht es nun mit dem Energiebedarf aus?

Man sagt, dass der Energiebedarf zwischen dem 2. Und dem 19. Lebensjahr kontinuierlich ansteigt. Im Schnitt um etwa 100 kcal/Tag je Lebensjahr.

Nach dem 19. Lebensjahr – also als Erwachsener – sinkt er wieder ab.

Natürlich ist der individuelle Energiebedarf immer unterschiedlich. Eben je nach Größe und Gewicht und auch je nachdem, wie viel Sport und Bewegung die Kinder und Jugendlichen betreiben.

Eine gesunde Ernährung von Kindern und Jugendlichen

Wie sieht nun also eine gesunde und ausgewogene Ernährung von Kindern und Jugendlichen aus?

Ab dem vollendeten 1. Lebensjahr spricht man nicht mehr von einem Säugling. D.h. Milch muss nicht mehr die Hauptnahrung des Kindes sein. Sondern es erfolgt kontinuierlich der Übergang komplett an den Familientisch. – Das bedeutet jetzt nicht, dass man dem Kind nach dem 1. Geburtstag die Brust oder Flasche verweigern soll! Milch(nahrung) stellt nun lediglich nicht mehr die erforderliche Hauptnahrung dar.

Die aid-Ernährungspyramide

Infokarte bezogen über das BZfE, selbst fotografiert.

Als schöne Darstellung, wie eine ausgewogene Ernährung aussehen soll (übrigens für uns Erwachsene gleichermaßen), empfehle ich die aid-Ernährungspyramide. Diese ist wie folgt aufgebaut:

Die Basis bilden die Getränke mit 6 Portionen / Tag.

Gemüse und Salat sollten pro Tag 3 Portionen umfassen. Obst 2 Portionen.

Weiter sollten pro Tag 3 Portionen Brot, Getreide bzw. Getreideflocken und 1 Portion Kartoffeln, Nudeln oder Getreide verzehrt werden.

Aus tierischer Herkunft sollten täglich 3 Portionen Milch und Milchprodukte und 1 Portion Fleisch, Wurst, Fisch oder Ei zugeführt werden.

Als Fette werden 2 Portionen am Tag empfohlen, wobei eine daraus aus (Streich-)Fett rühren kann und eine wirklich aus hochwertigem Öl bestehen sollte.

Die Spitze der Pyramide bilden Süßes. Auch hier darf pro Tag 1 Portion verzehrt werden.

Die Farben:

Die Ernährungspyramide ist mit einem Farbsystem dargestellt. Konkret mit den Ampelfarben.

Grün symbolisiert die pflanzlichen Lebensmittel und Getränke, welche reichlich verzehrt werden sollen.

Gelb symbolisiert die tierischen Lebensmittel, welche sparsam zugeführt werden sollten.

Und Rot gekennzeichnet sind die Fette und Extras (Süßes), welche sparsam in den Speiseplan integriert werden sollen.

Die Portionsgrößen:

Als Portionsgröße ist ein sehr guter Richtwert eine Handfläche der jeweiligen Person. Kinder haben kleinere Hände als Erwachsene und eben genauso entsprechend einen geringeren Bedarf.

Für kleinstückiges Obst und Gemüse (z.B. Weintrauben, oder Salat) entspricht eine Portion 2 Hände voll.

Bei Brot und Käse ist eine Portion eine Scheibe.

Bei den Fetten entspricht eine Portion ca. 1,5-2 EL.

Und bei Getränken wie auch bei Milch ist eine Portion gleich einem Glas.

Sättigung akzeptieren:

Als besonders wichtiger Hinweis – v.a. durch die steigende Zahl adipöser Kinder und Jugendlicher – liegt mir am Herzen, dass ihr eure Kinder bitte niemals zum Aufessen zwingt. Auch wir Erwachsene haben nicht jeden Tag gleich viel Hunger. Kindern geht es da genauso. Wenn das Kind also heute schon nach einem halben Teller sagt: „Mama, ich bin satt.“ Dann belasst es dabei. Kinder haben ein natürliches Sättigungsgefühl und dieses sollte immer respektiert werden. Das Kind soll nicht den Teller leer essen, weil „man hat sich doch so viel Mühe beim Kochen gegeben“, oder „extra das Lieblingsgericht gekocht“. Durch den Zwang des Aufessens verlernen Kinder satt zu sein.

Grundsätzlich sollten eher wir Erwachsene uns ein Beispiel daran nehmen und nicht aus einer vermeintlichen Vernunft oder aus „Anstand“ den Teller leer essen. Lieber kleinere Portionen auf den Teller packen und gegebenenfalls nochmal nachfassen. Andernfalls schmecken die meisten Gerichte auch am nächsten Tag noch gut.

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