Die Kuhmilcheiwißallergie – Die Ernährungsumstellung

Wie schon erwähnt, ist die einzige Therapie einer Allergie das Meiden des entsprechenden Allergens. Dies bedeutet also, dass bei einer diagnostizierten Kuhmilcheiweißallergie eine Ernährungsumstellung erfolgen muss.

Wie ersetze ich Milch(produkte) am besten?

Aufgrund der immer mehr verbreiteten veganen Lebensweise und in diesem Zusammenhang das Wachsen des Angebotes an veganen Lebensmitteln, ist es tatsächlich gar nicht mehr so schwierig, Milch und Milchprodukte zu ersetzen.

Als Milchersatz eignet sich beispielsweise Getreidemilch oder Nussmilch. Für Kleinkinder und Kinder sei jedoch zu erwähnen, dass Nüsse und auch Nussmilch / Nussmus phosphathaltig sind und nur sparsam verwendet werden wollte. Auch Reismilch sollte unter 5 Jahren nicht den Kindern gegeben werden, aufgrund des hohen Arsengehaltes von Reis. Manche Firmen haben dies sogar auf den Packungen vermerkt.

Als Sahneersatz kann man Cuisine wählen, oder auch Schlagcreme.

Statt Frischkäse wählt man Hummus oder veganen Frischkäseersatz.

In Bezug auf vegane Käsealternativen gibt es inzwischen ein großes Angebot. Sowohl auf Mandelbasis, wie auch – was ich insbesondere für Kinder eher empfehle – auf Kokosölbasis.

Auch Nuss-Nougat-Aufstriche oder Schokoaufstriche gibt es vegan. Ebenso sind sogar einige Süßigkeiten, Lebkuchen, Kekse (unbewusst) vegan und somit geeignet.

Es ist also insgesamt gar nicht so schwer Alternativen zu finden. Sicherlich gibt es – besonders in Bezug auf das Kochen – besser und weniger schmackhafte Alternativen. So sollte z.B. eine Lasagne nicht unbedingt nach Mandeln schmecken 😉

Kritischer Nährstoff Calcium:

Milch und Milchprodukte sind in unserer Ernährung nennenswerte Calciumliferanten. Daher sollte tatsächlich auf eine gesunde Calciumzufuhr geachtet werden.

Viele Milchalternativen haben Calcium beigemischt. Zusätzlich empfiehlt sich beispielsweise Calciumreiches Mineralwasser zu wählen, oder allgemein sehr calciumreiche Lebensmittel in den Speiseplan zu integrieren – als vorrangiges Beispiel sei hier der Brokkoli genannt.

Eiweißzufuhr:

Milch ist ja grundsätzlich kein Getränk. Milch ist ein Nahrungsmittel, das u.a. auch Eiweiß liefert.

Bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährung, ist auch der Verzicht auf Milch in Bezug auf den Eiweißhaushalt kein Problem. Bei dem Verzicht auf Fleisch, oder weniger Fleischverzehr als 2-3 mal pro Woche, sollten vermehrt Hülsenfrüchte, die Kichererbsen oder Linsen auf dem Speiseplan stehen, um so auch hochwertiges Eiweiß zu erhalten und den Bedarf zu decken.

„Es sind Spuren von Milch enthalten“:

Dieser Aufdruck sorgt immer wieder für Verunsicherung. Tatsächlich lässt sich hierzu keine Pauschalaussage treffen. Zumal die Aufschrift (leider) oftmals auch nur eine Absicherung der Hersteller ist, obwohl in der Produktionslinie niemals Produkte mit Milch verarbeitet werden, sondern nur auch in der Firma generell.

Hochgradig allergische Leute, die z.B. mit einem anaphylaktischen Schock reagieren, sollten unbedingt auch Spuren von Milch meiden.

In vielen Fällen stellen solche Produkte keine Probleme dar. Hierbei liegt die Betonung aber deutlich auf. VIELE Fällt. NICHT alle und nicht überwiegend!

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