Corona und Ernährung

Natürlich kann man mit gesunder Ernährung nicht verhindern, sich mit dem Corona-Virus anzustecken, aber man kann zumindest versuchen, sein Immunsystem bewusst durch gesunde Ernährung zu stärken, damit es möglicherweise besser mit dem neuartigen Virus zurechtkommt.

Im Folgenden möchte ich ein paar Tipps dazu geben:

Das Immunsystem stärken:

Allgemein und besonders auch zu dieser Jahreszeit und der momentanen Situation ist es wichtig auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte ca. 0,2 l pro Stunde Flüssigkeit zu sich nehmen. Das bedeutet am Tag ca. 2 – 2,5 l. Am besten geeignet hierbei sind warme Getränke wie Tee – insbesondere Ingwertee – oder auch heiße Zitrone.

Ebenfalls hilfreich kann es sein, wenn man mit Kochsalzlösung inhaliert, bzw. mit Salzwasser gurgelt, da sich so die Krankheitskeime nicht so leicht an den Schleimhäuten festsetzen können. Diese Maßnahme ist ganz besonders bei Risikopatienten empfehlenswert, aber natürlich auch für Nicht-Risikopatienten geeignet.

Weiter ist möglich – und auch wissenschaftlich belegt – dass man durch die Zufuhr bestimmter Vitamine und Nährstoffe aus frischen Zutaten sowie gegebenenfalls Nahrungsergänzungsmittel (unter Rücksprache mit dem Arzt) sein Immunsystem stärken kann.

Konkret zählen die Vitamine C, D und A, wie auch das Spurenelement Zink, die Aminosäure Lysin und die sekundären Pflanzenstoffe Glucosinolate und Saponine dabei eine entscheidende Rolle. Auf diese Stoffe werde ich in Bezug auf das Immunsystem nun noch konkreter eingehen. Grundsätzlich haben alle Stoffe noch weitere positive Eigenschaften, die ich in diesem Zusammenhang hier aber nicht zusätzlich aufführe.

Vitamin C:

Vitamin C ist wichtig für Wachstumsvorgänge – auch von Gewebe. Gesunde Gewebe helfen dabei, dass Infektionserreger nicht so leicht in diese eindringen können. Außerdem spielt Vitamin C eine Rolle bei der Wundheilung und Bildung bestimmter Abwehrzellen. Ebenso wurde festgestellt, dass eine sehr gute Vitamin C Versorgung Attacken durch Viren und Bakterien abwehren kann, was u.a. sogar Lungenentzündungen betrifft.

Vorkommen:

In natürlicher Form kommt Vitamin C ganz besonders in Acerola-Kirschen, wie auch roter Paprika, schwarzer Johannisbeere, Erdbeeren, Himbeeren, Kiwi, Hagebutte, Sanddorn, Papaya, Mango, Bananen und allen Zitrusfrüchten (im weißen Fleisch unter der Schale) vor. Auch in allen Kohlsorten, Sauerkraut, Kartoffeln, grünen Salaten, rohem Meerrettich, Tomaten, frischen Küchenkräutern, verschiedenen Früchten, Nüssen und Keimen ist es enthalten. Ebenso in Leber und Nieren.

Hinweis:

Vitamin C ist leider hochempfindlich gegen Hitze, Luftsauerstoff, helles Licht, Wasser und langes lagern. Man sollte die Nahrungsmittel also nur kurz außen Waschen/Putzen und so frisch wie möglich verzehren.

Als weiteren Tipp möchte ich noch anführen, dass ein Glas frisch gepresster Orangensaft vor einem eisenreichen Essen die Resorption von Eisen um das 2 – 3-fache steigert, da hierfür Vitamin C benötigt wird.

Vitamin D:

Neben dem Vorbeugen von Rachitis und Osteomalzie – wofür Vitamin D ja besonders bekannt ist – fördert es die Zellatmung zugunsten einer Abwehrstärkung. Verstärkt wird das auch nochmal durch die Kombination mit Vitamin A.

Vorkommen:

Vitamin D3 ist vor allem in Fleisch, Leber, Fischölen, Lebertran (enthält Vit. D und A), Kalbfleisch, Hering, Lachs, Thunfisch, Sardine, Aal, Makrele, Eigelb, Butter, Käse, Milch, Rahm und guter Margarine enthalten. Als pflanzliche Quellen sind Weizenkeimöl, Spinat, Kohl, Pilze, Hefe, Nüsse, Getreidesprossen und Sonnenblumenkerne zu nennen.

Hinweis:

Da Vitamin D beim Grillen und Braten von Fleisch und Fisch zu 95 % verloren geht, ist es ratsam, die Speisen lieber im eigenen Saft zu dünsten, oder in einer Folie zu Grillen.

Was viele nicht wissen: durch eine längere Einnahme der Antibabypille ist der Vitamin D Haushalt oft beeinträchtigt und es kommt daher häufig zu einem Defizit. Insofern sollten Frauen, die schon über einen längeren Zeitraum die Pille nehmen, ggf. Vitamin D substituieren.

Vitamin A:

Vitamin A sorgt für widerstandsfähige Schleimhäute in Mund, Lunge, im Verdauungstrakt, Nieren, Blase und Geschlechtsorgane. Zudem schützt es vor Infektionen – v.a. auch Pilzbefall – bzw. verkürzt es die Folgen von Infektionskrankheiten. Allerdings sollte man Vitamin A NIEMALS eigenständig selbst als Nahrungsergänzung zuführen, da eine Überdosierung vergiften kann!!!!

Vorkommen:

Vitamin A ist enthalten in Lebertran (Vit. D und A), Fischen, Leber, Milch, Butter, manchen Margarinen, Rahm, Käse und Eidotter. Ebenso kommt es in grünen, gelben und orangefarbenen Gemüse und Früchten vor, insbesondere in Karotten, aber auch Orangen, Mangos, Pfirsichen, Aprikosen, Holunderbeeren, Melone, Kürbis, Paprika, Tomaten, Brokkoli, Grünkohl, Spinat, Petersilie, Feldsalat, Hülsenfrüchte und Getreidekeimen vor.

Hinweis:

Die Aufnahme von Vitamin A erfolgt umso besser, je mehr zerkleinert das Obst und Gemüse ist. So ist es also besser verwertbar in fein geraspelter oder pürierter Karotte. Da Vitamin A ein fettlösliches Vitamin ist, sollten die Speisen mit etwas Fett zubereitet werden, damit es besser aufgenommen werden kann.

Zink:

Zink ist unentbehrlich für den Aufbau von roten und weißen Blutkörperchen sowie für die Wundheilung und Zellteilung. Besonders die weißen Blutkörperchen spielen bei einer Infektion eine besondere Rolle, da aus einem Teil von Ihnen Abwehrzellen gebildet werden. Ebenso wirkt Zink als Antioxidans und Radikalfänger.

Vorkommen:

Zink kommt in Innereien, magerem Rindfleisch, Heringen, Austern und Milch aus tierischer Quelle vor. Aus pflanzlichen Produkten ist Zink in Vollkornprodukten, Sesam, Mandeln, Erdnüssen, Kürbiskernen, Pilzen, grünem Blattgemüse Kohl, Champignons, Tomaten, Orangen und Pfirsichen enthalten.

Hinweis:

Die Verwertbarkeit aus tierischen Produkte beträgt etwa 30 – 40 %. Aus pflanzlicher Herkunft beträgt die Verwertbarkeit lediglich 5 – 10 %.

Lysin:

Die Aminosäure Lysin ist entscheidend bei der Produktion der Antikörper. Weiter haben neue Studien ergeben, dass Lysin das Wachstum von Viren reduziert. Daher wird es insbesondere auch für die Behandlung von Herpes eingesetzt.

Vorkommen:

Lysin ist in allen tierischen Proteinen sowie Hefe enthalten. Aber auch in Sprossen von Soja, grünem Gemüse, Petersilie, vielen Rüben, Sellerie und orangefarbenen Früchten

Hinweis:

Da Lysin hitzeunbeständig ist, wird es beim Kochen zerstört.

Sekundäre Pflanzenstoffe:

Glucosinolate:

Glucosinolate hemmen Viren, Bakterien, Pilze und deren Gifte.

Vorkommen:

Als Quellen sind Meerrettich, Kohl, Rübchen, Rettich, Rosenkohl, Kohlrabi, Brokkoli, Senf, Himbeeren, Trauben, Erdbeeren und Gelbwurz (Curcumin) zu nennen.

Saponine:

Saponine hemmen krankmachende Viren, Bakterien und Pilze. Ebenso binden sie Gallensäure.

Vorkommen:

Als Quellen von Saponinen sind Soja, Kichererbsen, Bohnen, Linsen, Spinat, Knoblauch, Haferflocken, Rosmarin, Salbei und Thymian aufzuführen.

Bleibt gesund:

Ich hoffe, ich konnte euch einen kurzen, übersichtlichen Einblick geben, inwiefern gesunde und ausgewogene Ernährung eine Rolle für das Immunsystem spielt. In aller Regel sind die meisten Vitamine und Nährstoffe bei einer bunten Auswahl an Zutaten schon enthalten. Aber vielleicht könnt ihr das eine oder andere Gericht noch etwas „aufhübschen“, um eine optimale Versorgung in der momentanen Zeit zu gewährleisten.

 In diesem Sinne wünsche ich euch: Bleibt gesund!

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